Städtebau Prämonstratenserberg

Städtebauliches Konzept
Der Prämonstratenserberg, als Ort der Blickverbindungen in der Magdeburger Innenstadt, ist der zentrale Platz, wenn es um die Verbindung von Dom, Kloster unserer lieben Frauen, Johanneskirche und Elbe geht. Nicht zu vergessen der Elberadweg, welcher als physisch greifbare Achse das Arial quert. Der Anspruch eine städtebauliche Entwicklung dieses Platzes, muss es sein, all diese Achsen mit der vorhandenen Architektur zu vereinen. Es gilt einen Raum zu schaffen, der Quartier schafft, in dem Anwohner und Öffentlichkeit gleichermaßen diese Vorteile genießen können.

In unserem Entwurf haben wir dafür eine klare städtebauliche Kante definiert, die im Bereich der WoBau-Welle und des Allee-Centers die charakteristischen ab-gerundeten Ecken aufgreift, jedoch zum Demenzzentrum hin eine klare Geradlinigkeit zeigt. Wichtig waren hierbei einerseits der Erhalt des Elberadweges und die fußläufige Verbindung des Allee-Centers mit dem Kloster unserer Lieben Frauen und andererseits ein sensibler Umgang mit der historischen Stadtmauer und dem Heiliggeistkanal.

Wir schaffen einen Innenhof, voller Bäume, Pflanzen und Grünflächen die zum Verweilen einladen und Anwohner und Öffentlichkeit zusammenbringen. In dem wir die historische Stadtmauer wiederaufbauen und den Heiliggeistkanal durch einen oberirdisch künstlich angelegten Wasserlauf markieren, verbinden wir das historische Magdeburg mit einer modernen Architektur. Durch ein Wasserbecken im Innenhof verbessern wir zusätzlich die Qualität des Raumes.

Die Verbindung dieser Leitgedanken führt zu einem Entwurf, der durch den geschickten Einsatz von Punkthäusern ein Platz schafft, der sich in das Stadtbild einfügt, alle wichtigen Blickachsen bei-behält, das historische Magdeburg wieder zum Vorschein bringt und dennoch neue Lebensqualität schafft.

Die Erweiterung des Demenzzentrums erfolgt in einem separaten Gebäude, wodurch der Eingriff in das Baudenkmal Bahnhof/Reichsbahndirektionsgebäude so gering wie Möglich gehalten wird. Lediglich ein Zugang in Form eines Durchganges wird zwischen den Gebäuden entstehen. Auf dem Dach des Gebäudes entsteht der Garten des Demenzzentrums. Durch die Trennung der Gebäude, können wir die Anforderung an die Nutzung mühelos in den Grundriss integrieren.

Das neue Quartier wird über zwei Tiefgargen erschlossen werden. Eine unterhalb der Wohnhäuser entlang der großen Klosterstraße und eine unterhalb der gegenüber-liegenden Bebauung mit einer Zufahrt über die Materlikstraße.
Die Wohnhäuser werden vier Etagen und ein Staffelgeschoss haben und dem Höhenverlauf der großen Klosterstraße folgen. Die Erweiterung des Demenzzentrums, das Gebäude für betreutes Wohnen, sowie das Mehrfamilienhaus haben eine gleiche Oberkante, welche 1m oberhalb des Demenzzentrums ist.

Zwischen dem Mehrfamilienhaus und dem betreuten Wohnen wird es, auf Höhe der ehemaligen Weißgerberstraße eine fußläufige Verbindung zwischen dem Parkdeck des Allee-Centers und dem neuen Innenhof geben.
Durch die großzügigen Terrassen und Balkone schaffen wir optimale Sichtverbindungen zur Elbe, zum Dom, zum Kloster unserer lieben Frauen sowie zur Johanneskirche. Die begrünten Dächer und Fassaden sorgen für eine bessere Raumqualität.

Standort
Magdeburg,Deutschland

Auftraggeber
Wohnungsbau Gesellschaft Magdeburg mbH

Fläche BGF
26267 m²

Status
Wettbewerb 3. Preis

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